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 Andrea Hennig

 

Andrea Hennig

Andrea Hennig, Jahrgang 1984, Erziehungswissenschaftlerin und Heilpädagogin (B.A.), Projektleitung bei MINA- Leben in Vielfalt e.V., Berlin.

Derzeit leite ich das Projekt „Ehrenamt in Vielfalt“ bei MINA– Leben in Vielfalt e.V. MINA berät Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund und deren Angehörige und begleitet sie bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Auch Menschen mit Fluchterfahrung und Behinderung gehören zur Zielgruppe von MINA. In dem Projekt „Ehrenamt in Vielfalt“ werden die Erfahrungen an der Schnittstelle Migration/Flucht und Behinderung an interessierte Organisationen weitergeben. Hierzu kooperiert MINA derzeit mit dem Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm). Durch ein Weiterbildungsangebot möchte MINA aktiv dazu beitragen, dass Angebote der Behindertenhilfe für Menschen mit Migrationshintergrund offener und zugänglicher werden. Menschen Fluchterfahrung und/ oder Migrationshintergrund soll dadurch bundesweit einen einfacheren Weg ins Hilfesystem ermöglicht werden. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Durch meine langjährige Arbeit als Referentin bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., bringe ich jedoch auch Erfahrung aus dem sozialpolitischen Bereich mit. Zuständig für den Bereich „Teilhabe am Arbeitsleben“, bestand meine Aufgabe darin, das System der beruflichen Teilhabe für Menschen mit Lernschwierigkeiten konzeptionell weiterzuentwickeln sowie Dienste und Einrichtungen bei dieser Entwicklung zu begleiten. Neben der gesetzespolitischen Einflussnahme bei neuen Instrumenten des Bundesteilhabegesetzes, wie dem „Budget für Arbeit“ oder den „anderen Leistungsanbietern“, war mir auch die Stärkung besonderer Personenkreise ein wichtiges Anliegen. So zum Beispiel von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, welche im politischen Diskurs nur selten eine Rolle spielen. Als Referentin wirkte ich dabei in vielen Gremien und Arbeitskreisen mit. Dies ermöglichte mir einen bundespolitischen Überblick im Bereich der Teilhabe am Arbeitsleben sowie den Aufbau eines breiten Netzwerks.

Das Konzept der Unterstützen Beschäftigung begegnete mir bereits während meines Studiums der Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule in Berlin. Damals wie heute sehe ich diesen Ansatz als einen wichtigen Weg zur stärkeren personenzentrierten Ausgestaltung der beruflichen Teilhabe sowie als wichtige Alternative von Menschen mit Behinderung an. Gern unterstütze ich die BAG UB auf diesem Weg.