Angelika Thielicke Vorsitzende 
Foto  Angelika Thielicke

Angelika Thielicke, Jahrgang 1954, verheiratet, vier Kinder und vier Enkelkinder, Studium der Germanistik, Geschichte und Pädagogik, Referendariat für das Lehramt an Gymnasien.

Nach einer längeren Familienpause führte 1994 die Schulentlassung meiner ältesten behinderten Tochter, die nicht in einer WfbM sondern in einem Altentagespflegehaus mitarbeiten wollte, zur Gründung des Vereins spectrum e.V. in Marburg.

Spectrum e.V. ist ein Verein, der versucht, für jeden Menschen mit Behinderung, der dies wünscht – also auch bei sehr hohem Unterstützungsbedarf - inklusive, individuelle, und persönlichkeitsfördernde Alternativen zur Arbeit innerhalb einer Einrichtung zu schaffen - wenn möglich mit dem Persönlichen Budget, wenn notwendig mit der Kooperation einer WfbM.

Dass die gemeinsame Arbeit von behinderten und nichtbehinderten Menschen für alle Beteiligten bereichernd ist, wenn die dazu notwendige Unterstützung im Betrieb zur Verfügung steht, zeigt die an vielen Orten gelebte Praxis.

In der BAG UB arbeite ich mit, weil ich glaube, dass mit der Etablierung der Integrationsfachdiensten zwar der erste Schritt in die richtige Richtung getan wurde, dass wir aber erst dann von Inklusion sprechen können, wenn grundsätzlich jeder behinderte Mensch nicht mehr an besondere und gesonderte Einrichtungen verwiesen wird, sondern die Wahl hat, mit der notwendigen Unterstützung seinem Berufswunsch entsprechend dort zu arbeiten, wo andere nichtbehinderte Menschen auch arbeiten.


Dr. Wolfgang Degner

 stellvertretender Vorsitzender

Dr. Wolfgang Degner

Dr. Wolfgang Degner, Jahrgang 1953, Geschäftsführender Vorstand Soziales Förderwerk e.V. Chemnitz; Diplomphysiker; Gründungsmitglied des Sozialen Förderwerkes e.V. (Oktober 1994) und seit 1997 im Verein tätig.

Die Arbeit unserer Einrichtung ist schwerpunktmäßig auf die Unterstützung von Menschen mit Behinderung bei der Teilhabe am Arbeitsleben ausgerichtet. Dazu gehören die Trägerschaft von IFD, die Durchführung von "Unterstützter Beschäftigung" (Maßnahme und persönliche Budgets), die externe Durchführung von Werkstattleistungen (EV und BBB) im Rahmen persönlicher Budgets sowie auch die Beteiligung an nationalen und transnationalen Projekten.

Der IFD nimmt aufgrund seiner schnittstellen- und leistungsträgerübergreifenden Ausrichtung einen besonderen Platz im System der Teilhabe am Arbeitsleben ein. Zugleich ist der IFD für viele Beteiligte der Ansprechpartner, so dass ihm auch eine wichtige Lotsenfunktion zukommt. Die Position der IFD zu stärken und die Potenziale zur Erschließung weiterer Aufgabenfelder zu nutzen, ist uns ein wichtiges Anliegen.

Daneben messen wir der unternehmenszentrierten Arbeit hohen Stellenwert bei. Damit Teilhabe am Arbeitsleben erfolgreich gelingen kann, brauchen wir sensibilisierte, gut informierte und bei Bedarf auch gut unterstützte Arbeitgeber. Diesen Ansatz werden wir weiter verfolgen und die Kooperationen mit Leistungsträgern und der Wirtschaft weiter ausbauen.

Das Agieren an den unterschiedlichsten Schnittstellen erfordert, gut vernetzt zu sein und selbst aktive Netzwerkarbeit zu leisten. Dazu wiederum bedarf es einer Vertretung, die diese Anliegen unterstützt. Die BAG UB ist der Verband, der den breiten Handlungsrahmen rund um das Thema "Teilhabe am Arbeitsleben" äußerst engagiert und fachlich kompetent abdeckt und in Gremien vertritt. Daran wollen wir gern mitwirken.

Wir sind seit 2010 Mitglied der BAG UB und sowohl der Fachaustausch über Landesgrenzen hinweg als auch die Nutzung von Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten ist für uns inzwischen unverzichtbar geworden. 


Eleonore Frölich

 
Eleonore Frölich 
  
  
  
  
  
 
 
 

Eleonore Frölich, Schulleiterin, Comenius-Schule Schwetzingen,

 

... hier folgt demnächst noch ein Text!

 


 Andrea Hennig

 

Andrea Hennig

Andrea Hennig, Jahrgang 1984, Erziehungswissenschaftlerin und Heilpädagogin (B.A.), Lehrgangsentwicklung und Koordination im Modellprojekt „Fachkraft Leichte Sprache“ im Projektbüro Berlin

Derzeit arbeite ich im neuen Modellprojekt „Fachkraft Leichte Sprache“, welches durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert wird. Das Gemeinschaftsprojekt des Netzwerks Leichte Sprache e.V. und der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Qualifizierungsmaßnahme im partizipativen Verfahren mit Menschen mit und ohne Behinderung zu entwickeln. Dabei sollen Menschen mit geistiger Behinderung als qualifizierte Prüfer und Experten für Leichte Sprache eine neue berufliche Perspektive auf dem 1. Arbeitsmarkt erhalten.

Zuvor war ich als Fachreferentin für den Bereich „Teilhabe am Arbeitsleben“ bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. tätig. Das Ziel meiner Arbeit bestand darin, das System der beruflichen Teilhabe für Menschen mit geistiger Behinderung konzeptionell weiterzuentwickeln und Einrichtungen bei dieser Entwicklung zu begleiten. Neben der gesetzespolitischen Einflussnahme bei neuen Instrumenten des Bundesteilhabegesetzes, wie dem „Budget für Arbeit“ oder den „anderen Leistungsanbietern“, war mir auch die Stärkung besonderer Personenkreise ein wichtiges Anliegen. So zum Beispiel von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, welche im politischen Diskurs nur selten eine Rolle spielen. Als Referentin wirkte ich in vielen Gremien und Arbeitskreisen mit. Dies ermöglichte mir einen bundespolitischen Überblick im Bereich der Teilhabe am Arbeitsleben sowie den Aufbau eines breiten Netzwerks.

Das Konzept der Unterstützen Beschäftigung begegnete mir bereits während meines Studiums der Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule in Berlin. Damals wie heute sehe ich diesen Ansatz als einen wichtigen Weg zur stärkeren personenzentrierten Ausgestaltung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung an. Das Engagement der BAG UB in diesem Bereich möchte ich gern mit meiner Erfahrung und meinem Netzwerk unterstützen.

 


Sabrina Keesen

 

Sabrina Keesen

Sabrina Keesen, Jahrgang 1975, verheiratet, zwei Kinder, Diplom-Pädagogin und Sozialmanagerin M.A.

Nach knapp sechsjähriger Tätigkeit als Fachaufsicht und Abteilungsleiterin der Integrationsfachdienste Mönchengladbach/Neuss und Krefeld/Viersen wechselte ich im Februar dieses Jahres als Leiterin des Berufsbildungsbereichs und Leiterin des Integrationsmanagements zu den Gemeinnützigen Werkstätten Neuss GmbH. Berufliche Stationen waren u.a.: Arbeitsvermittlerin der Arge Duisburg (u-25-Team), Aufbau und Durchführung verschiedener Projekte für und mit benachteiligten Jugendlichen und langzeitzeitarbeitslosen Menschen. Seit Beginn meiner IFD-Zeit ist die Fachtagung der BAG UB für mich ein gesetzter Termin im Jahr. Die Vielzahl der fachlichen Themen, der Austausch und die Diskussion mit Fachkollegen undnicht zuletzt das „Über –den-Tellerrand-Schauen“ ist mir sehr wichtig. Ich freue mich jedes Mal auf einen spannenden und konstruktiven Austausch. Der Vorstand, die Geschäftsführung und die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle der BAG UB beeindrucken mich Jahr für Jahr mit ihrer sehr aufwändigen Organisation der BAG UB-Fachtagungen auf inhaltlich hohem Niveau. Diese immer gut besuchten Tagungen weisen auf eine sehr gut funktionierende Gemeinschaft in der Geschäftsstelle hin und auf einen hohen professionellen Anspruch aller Beteiligten.

In den Mitgliederversammlungen wird deutlich, dass die BAG UB auch auf politischer Ebene Gehör für die verschiedenen Interessen Ihrer Mitglieder findet und so inhaltlich an vielen guten Entwicklungen auf dem Gebiet der selbstbestimmten Teilhabe von behinderten Menschen im Arbeitsleben beteiligt ist. Gerade, dass die BAG UB so breit aufgestellt ist, ist eine ihrer Stärken.

Ich danke Ihnen für das mir entgegengebrachte Vertrauen als Vorstandsmitglied an der Entwicklung der BAG UB mitwirken zu dürfen.


Martina
Wagner-Stragies

 
Bild Martina Wagner-Stragies

Martina Wagner-Stragies, Jahrgang 1965, verheiratet, Diplom Sozialpädagogin (FH).

Seit 2009 Teamleitung Berufliche Sicherung und seit 2016 Prokuristin in der ifd München Freising gGmbH.

Die Integrationsfachdienst München Freising gGmbH wurde 2005 als eigene gemeinnützige Gesellschaft im Auftrag des Zentrums Bayern Familie und Soziales (ZBFS), des Integrationsamtes Region Oberbayern sowie der Rehabilitationsträger gegründet. Die Gründungsmitglieder kamen aus der ehemaligen Arbeitsassistenz, und bilden heute unter anderem die sechs Gesellschafter des ifd München-Freising. Die ifd München – Freising gGmbH, mit Sitz an den Standorten München, Freising und Ingolstadt, ist sowohl Mitglied im LAG ifd Bayern e.V. wie auch bei der BAG UB.

Durch meine langjährige Berufserfahrung im ifd München Freising erlebe ich tagtäglich wie unerlässlich die Unterstützungsarbeit der Integrationsfachdienste ist, um die Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Einschränkung zu verbessern und wie wichtig es ist, Betriebe kontinuierlich über diese Möglichkeit zu informieren und zu beraten, um somit die Eingliederungschancen für Menschen mit Handicap zu verbessern. Integrationsfachdienste sind für mich hierfür die elementare Schnittstelle.

Ferne habe ich langjährige Berufserfahrung als betriebliche Sozialberaterin in einem international agierenden Industriekonzern und später in einem marktführenden Einzelhandelsunternehmen. Arbeitsschwerpunkte waren unter anderem die Unterstützung und Wiedereingliederung von leistungsgewandelten Mitarbeitern. Für eine gelungene Integration war hierbei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowohl mit dem leistungsgewandelten Mitarbeiter sowie dem Unternehmen unerlässlich.

Als frühere Integrationsfachberaterin und als pädagogische Leitung in Integrationsfirmen für Menschen mit lern und geistigen Einschränkungen sowie seelischen Erkrankungen kam ich 1999 erstmals über meinen damaligen Arbeitgeber cba e.V./ München mit der BAG UB in Kontakt.

Ich freue mich über das in mich gesetzte Vertrauen und bringe als Vorstandsmitglied der BAG UB gerne meine gesammelten Berufserfahrungen aus der Wirtschaft, den Integrationsbetrieben und der Arbeit im Integrationsfachdienst ein. Dabei ist es mir besonders wichtig, aufgrund der regionalen Unterschiede, mich für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Integrationsfachdienste einzusetzen. Die BAG UB hat ein vorbildliches Gremium mit Vertretern aus ifd´s, WfbM´s und Schulen geschaffen, das bundesweit Gehör findet und bei der Umsetzung des Inklusionsgedanken in der Arbeitswelt von großem Stellenwert ist. Dies gilt es tatkräftig zu unterstützen.


Thomas Wedel

 
 Thomas Wedel

Thomas Wedel, geboren 1969, Diplom Sozialpädagoge (FH)

Seit 2014 bin ich Werkstattleitung Reha und Integration der BZB gemeinnützige GmbH – Boxdorfer Werkstatt im Norden von Nürnberg. Seit 1996 bin ich als Integrationskoordinator zuständig für den Übergang aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Vorher war ich in den Bereichen Resozialisierung, Jugendarbeit und Flüchtlingsarbeit tätig. 1998 war ich Teilnehmer der 1. berufsbegleitenden Qualifizierung zum Integrationsberater der BAG UB. Seit 2004 Referent in der berufsbegleitenden Qualifizierung zum Integrationsberater der BAG UB. Für die BAG WfbM bin ich im Arbeitskreis Bildung und im Auftrag der Lag WfbM Bayern im Lenkungskreis „Begleiteter Übergang WfbM Arbeitsmarkt.“

Die Boxdorfer Werkstatt bietet in 14 Arbeitsgruppen für derzeit 185 Menschen mit vorwiegend Körper- und Mehrfachbehinderungen ein breit gefächertes Arbeitsangebot unter Gewährleistung der erforderlichen pflegerischen und betreuerischen Versorgungsleistungen. Zentrales Anliegen der Boxdorfer Werkstatt ist es, den Beschäftigten einen Arbeitsplatz entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten zu bieten und über das Medium Arbeit, sowie über arbeitsbegleitende Angebote Lernanreize zur persönlichen und beruflichen Entwicklung zu bieten.

Hierzu gehört auch und insbesondere das Kennenlernen der Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes durch intensiv begleitete Praktika. Idealerweise haben die Beschäftigten dann die Möglichkeit, sich wirklich entscheiden zu können, welcher Platz für sie der richtige ist. Mit der Maßnahme „arbeit plus“ haben wir über viele Jahre hinweg ein erfolgreiches und finanziertes Modell für diese Begleitung entwickelt.

Eine Werkstatt kann, wenn sie als Lernort verstanden und organisiert wird, ein idealer Platz sein, um Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Für mich ist es immer wieder faszinierend zu sehen, welche Entwicklung Menschen machen, wenn sie die Möglichkeit haben sich auszuprobieren. Die Methode der „Unterstützen Beschäftigung“ bietet hierfür den richtigen Rahmen. In der derzeitigen Diskussion um die weitere Entwicklung der Teilhabe am Arbeitsleben geht es mir zu sehr in ein „entweder – oder“ und nicht um eine Erweiterung gleichberechtigter Alternativen.

Mir ist wichtig, dass in der BAG UB neben den notwendigen sozialpolitischen Interessenvertretungen und der Beteiligung an gesellschaftlichen Entwicklungen, der ursprüngliche Kerngedanke, nämlich die Verbreitung und die Weiterentwicklung der Methode der „Unterstützen Beschäftigung“ weiterhin seinen Platz hat.