Andreas Schimmer

 
 Andreas Schimmer 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
 
 
 

Andreas Schimmer, Jahrgang 1957, Geschäftsführer des WIB Verbundes seit 2013 und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Integrationsfachdienste in Berlin seit 2014.

Vor über 25 Jahren (1990) wurde die WIB – der Weißenseer Integration Behinderter e.V. – von 22 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Im Fokus standen Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Lebensbereiche Arbeit, Wohnen und Tagesstruktur. Die Angebote für hörgeschädigte und Sucht erkrankte Menschen folgten. 2010 entstand daraus die gemeinnützige WIB – Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH als Hauptgesellschafterin im WIB Verbund, der drei Gesellschaften verbindet:

  • die WIB – Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH: in ihr sind die Geschäftsführung, die Integrationsberatung mit den Integrationsfachdiensten und zertifizierten Arbeitsmarkthilfen angesiedelt – seit dem Jahr 2016 gehören auch Angebote für die Integration geflüchteter Menschen dazu. Der WIB Sozialpsychiatrische Verbund bietet Wohnen und Tagesstruktur für psychisch und Suchterkrankte Menschen.
  • die WERGO GmbH steht als Gesellschaft für die anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.
  • Die Betriebe Waschhaus und Industrieservice der WIB Integ GmbH sind Inklusionsunternehmen nach SGB IX § 215 n.F.

Über 160 Mitarbeiter_innen und ca. 90 Werkstattbeschäftigte arbeiten im WIB Verbund an zwölf Berliner Standorten in Weißensee, Prenzlauer Berg, Malchow, Charlottenburg, Lichtenberg und Adlershof. Die WIB ist seit 2007 Mitglied der BAG UB.

Teilhabe am Arbeitsleben für psychisch erkrankte und hörgeschädigte Menschen ist ein Schwerpunkt des WIB Verbundes – in den Bereichen der Integrationsfachdienste (IFD), der Inklusionsbetriebe und der Werkstatt. Ausgelagerte Arbeitsplätze, persönliches Budget, Angebote zu Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen (AVGS) spielen eine wesentliche Rolle, individuelle Lösungen anbieten zu können. Der Leitsatz des WIB Verbundes „Jeder Mensch ist der Experte seiner Lebensgeschichte“ bringt zum Ausdruck, dass der Blick auf den Menschen unabhängig schon lange zur Kultur des Verbundes gehört. Das neue Bundesteilhabegesetz fordert dies und wird sich in diese Richtung weiterentwickeln. Aus meiner Sicht eine nicht unerhebliche Herausforderung und Chance für alle Beteiligten – vor allem auch eine zentrale Aufgabe der BAG UB dies zu begleiten.

Gerne engagiere ich mich im Vorstand der BAG UB. Ich bin ein großer Anhänger der IFD, da sie für mich die Integrationsförderer für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sind. Als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) IFD in Berlin bin ich sehr daran interessiert, im Vorstand der BAG UB an der erfolgreichen Arbeit mitzuwirken, die die IFD stärkt. Außerdem möchte ich mit dazu beitragen, dass die verschiedenen Angebote zu arbeiten für Menschen mit Behinderung stärker verzahnt und miteinander kompatibler werden - denn das ermöglicht die Selbstbestimmung und –entwicklung.