Lebenshilfe Gießen

Überblick zur Einrichtung

Die Lebenshilfe Gießen wurde 1959 gegründet. Inzwischen hat der Verein 35 Einrichtungen und Dienste für Beratung, Erziehung und Bildung, für Wohnen, Arbeit und Freizeit, die von ca. 2500 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung genutzt werden. Mit der „Agentur für angepasste Arbeit“ entwickelte die Lebenshilfe ein Gesamtkonzept einander ergänzender Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben, die „unter einem Dach“ vereint sind. Die Leistungsangebote sind an die individuellen Teilhabewünsche und zielgruppenspezifischen Unterstützungsbedarfe der Menschen mit Behinderung abgestimmt; zugleich bestehen erleichterte Übergänge und Kooperationen, beispielsweise zwischen WfbM, Außenarbeitsplätzen und Tagesstätten. Arbeitsweltbezogene Teilhabeangebote für die Besucher_innen der Tagesstätten gibt es seit 2002. Inzwischen können die Beschäftigten in den vier Tagesförderstätten an unterschiedlichen Standorten in Gießen sowie im Projekt „Prosa“ (nicht sprechende Autist_innen) arbeitsweltbezogene Tätigkeiten erproben, entsprechende Kompetenzen erwerben und weiterentwickeln. Zu den arbeitsweltbezogenen Teilhabeangeboten der Tagesstätten der Lebenshilfe Gießen gehören heute:  

  • ein zweijähriges arbeitsweltbezogenes Bildungsangebot im Eingangsbereich (zentraler Aufnahmebereich der Tagesstätte, integriert im Kompetenzzentrum „Berufliche Bildung“ der Werkstätten, siehe auch „Konzept Eingangsbereich“ auf der Website der Lebenshilfe Gießen)  
  • regelmäßige, unterschiedliche Arbeitsangebote in den vier Tagestätten der Lebenshilfe in und um Gießen  
  • vielfältige Bildungs- und Arbeitsangebote für Menschen mit Autismus im Rahmen des Projekts PROSA (Projekt schreibender Autist_innen)  
  • einzelne arbeitsweltbezogene Teilhabeangebote im Sozialraum (stundenweise). http://www.lebenshilfe-giessen.de/wohnen_arbeiten_freizeit/arbeiten/tagesfoerderstaetten/

Projektbezogene Teilhabeangebote und ihre Weiterentwicklung Zu Projektbeginn Anfang 2015 waren arbeitsweltbezogene Bildungsangebote sowie dauerhafte Arbeitsangebote in verschiedenen Werkbereichen der Tagesstätten bei der Lebenshilfe bereits fest etabliert. Seit 2014 fanden darüber hinaus erste Schritte mit den Beschäftigten der Tagesstätten in den Sozialraum statt.

Aktueller Stand (April 2016) der Weiterentwicklung arbeitsweltbezogener Teilhabeangebote im Betrieb/im Sozialraum:  

  • Arbeitsweltbezogene Teilhabeangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf wurden mit besonderer Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Bedürfnisse entwickelt (z.B. Menschen mit Autismus; Menschen mit erworbener Hirnschädigung)  
  • Methode der Persönlichen Zukunftsplanung ist gut verankert – mehrere geschulte Moderator_innen in der Einrichtung vorhanden  
  • Konzept berufliche Bildung für die Projektzielgruppe ist durch aktivierte Schnittstelle TFS – WfbM gut ausgearbeitet und erprobt (siehe Konzeption TFS der Lebenshilfe Gießen, konkreter z.B.  Konzeption TFS Kleinlinden)  
  • Erste Schritte in den Sozialraum sind erfolgt (z.B. Plakate verteilen in Gießen)  
  • Fortbildung von Mitarbeiter_innen für Arbeitsplatzakquise hat stattgefunden

Nächste Schritte und Vorhaben:  

  • Weitere Fortbildungen für Mitarbeiter_innen zur Arbeitsplatzakquise  
  • Ausbau von Kontakten zu Auftrags-/Beschäftigungsgebern in Betrieben und im Sozialraum  
  • Konzepte beruflicher Bildung und vorhandene Bildungsmodule für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf und für betriebliche Ausrichtung der Angebote anpassen und niedrigschwellig gestalten (z.B. in Richtung Materialerfahrung)