Arbeiter-Samariter-Bund Bremen

Überblick zur Einrichtung

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bremen besteht seit über 100 Jahren. Zu seinen sozialen Dienstleistungen und Angeboten gehört auch eine Tagesstätte, die im Osten von Bremen angesiedelt ist. Sie entstand 1989 als Resultat der Psychiatriereform in Bremen, in dessen Zuge die damaligen psychiatrischen Einrichtungen aufgelöst wurden. Damals entstanden auch die neuen Gebäude der Tagesstätte, wobei bereits eine Trennung von Aufenthalts- und Werkräumen mit berücksichtigt wurde. Die Teilnehmer_innen waren entsprechend zu Beginn ehemalige Patient_innen der Langzeitpsychiatrie. Im Laufe der Jahrzehnte änderte sich die Zielgruppe in Richtung schwerst-/mehrfachbehinderter Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung (meist verbunden mit hohem Pflegebedarf oder herausforderndem Verhalten) keine Zuweisung in die WfbM erhalten. Die Tagesstätte des ASB bietet ihre Teilnehmenden seit ihrer Entstehung Arbeitsmöglichkeiten in verschiedenen Werkbereichen an. Die heutigen arbeitsweltbezogenen Teilhabeangebote umfassen: 

Projektbezogene Teilhabeangebote und ihre Weiterentwicklung

Seit 2012 erschließt die Tagesstätte des ASB Bremen für ihre Beschäftigten arbeitsweltbezogene Teilhabemöglichkeiten in Betrieben und im Sozialraum. Daher waren entsprechende betriebliche Arbeitsangebote für die Projektzielgruppe schon bei Projektbeginn Anfang 2015 vorhanden und gut etabliert.

Aktueller Stand (April 2015) der Weiterentwicklung arbeitsweltbezogener Teilhabeangebote im Betrieb/im Sozialraum:  

  • In 2014 fand eine extern moderierte, 2-tägige Zukunftsplanung für die Einrichtung statt. Dieses Treffen hatte einen positiven, nachhaltigen Effekt für die betriebliche und sozialräumliche Ausrichtung der Arbeitsangebote. Daher wurde 2016 eine zweite Zukunftsplanung für die Einrichtung mit denselben Moderatorinnen durchgeführt. (Auswertung der Ziele der ersten und weitere Entwicklung)  
  • Seit der ersten Zukunftsplanung für die Tagesstätte trifft sich eine wöchentliche Projektgruppe „Sozialraumorientierung“, die den Prozess der Weiterentwicklung der Teilhabeangebote begleitet und mit steuert.  
  • Etwa 25 Beschäftigte der Tagesstätte nehmen inzwischen regelmäßig an den Arbeitsangeboten außerhalb der Tagesstätte in Betrieben der Umgebung teil. Es besteht guter Kontakt zu einer Vielzahl von Beschäftigungsgebern, auf Langfristigkeit wird besonderen Wert gelegt.
  • Das Angebot der Tagesstätte wird regional stark nachgefragt, der Leistungsträger reagiert bislang wohlwollend.  
  • Für die Vorbereitung von Arbeitsangeboten kann die Tagesstätte auf mehrere ausgebildete Moderator_innen für Persönliche Zukunftsplanung (PZP) des ASB Bremen zurückgreifen.  
  • Schulungen zum Thema Arbeitsplatzakquise bei LmBHH haben für mehrere Mitarbeiter_innen des ASB Bremen stattgefunden, teilweise bereits vor Projektbeginn.

Nächste Schritte und Vorhaben:  

  • Thema „arbeitsweltbezogene Bildung“ für die Beschäftigten der Tagesstätten wird im Rahmen des Projekts bearbeitet, die Entwicklung eines entsprechenden Konzepts wird geprüft.  
  • Ein weiteres Vorhaben ist es, Persönliche Zukunftsplanungen zur Vorbereitung betrieblicher Teilhabeangebote durchzuführen, auszuwerten und zu dokumentieren.  
  • Gruppenangebote in Betrieben und im Sozialraum werden entwickelt und erprobt.