„Zeit für Arbeit!“: Die Projektpartner

Beim Aktion Mensch-Projekt „Zeit für Arbeit!“ der BAG UB entwickeln fünf Leistungsanbieter in fünf verschiedenen Bundesländern neue, arbeitsweltbezogene Teilhabeangebote in Betrieben und im Sozialraum für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf. Die Leistungsanbieter sind:  

  • Leben mit Behinderung Hamburg  
  • Arbeiter-Samariter-Bund Bremen  
  • Spastikerhilfe Berlin  
  • Lebenshilfe Gießen  
  • Lebenshilfe Worms

Alle fünf Projektpartner sind erfahrene Anbieter von Tagesstätten. Ihre Zielgruppe sind Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf, die nach den derzeitigen gesetzlichen Regelungen keinen Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben haben, also auch keine Werkstatt für behinderte Menschen besuchen. In der Regel sind dies Personen mit hohem Pflegebedarf und/oder mit so genanntem herausforderndem Verhalten.

Die Projektpartner wurden für das Projekt ausgewählt, weil

  • sie zu Projektbeginn in ihren Einrichtungen bereits langjährige Erfahrung mit arbeitsweltbezogenen Teilhabeangeboten für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf hatten;
  • bereits erste Konzepte und Erfahrungen mit arbeitsweltbezogenen Angeboten in Betrieben bzw. im Sozialraum vorlagen.

Das gemeinsame Ziel der BAG UB und der Projektpartner ist es, an die Forderungen die UN-Behindertenrechtskonvention anzuknüpfen und die nächsten entscheidenden Schritte hin zu inklusiven, arbeitsweltbezogenen Teilhabeangeboten für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf zu gehen. Mit den Angeboten, die die Projektpartner im Rahmen des Projekts gemeinsam aufbauen und weiterentwickeln, ist es auch für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf möglich, „ganz normale“ Arbeitswege, Arbeitsplätze, Mitarbeiter_innen und Vorgesetzte kennenzulernen. Umgekehrt lernen auch diese Menschen Personen, die bisher überwiegend in Sondereinrichtungen gelebt haben und betreut und gefördert wurden, unter neuen, „normalen“ Bedingungen kennen.

Nicht nur die Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf machen also durch solche Teilhabeangebote zunehmend „Inklusionserfahrungen“ – ihr Umfeld macht es auch. Und nur durch das Anschieben solcher gemeinsamer Lernprozesse kann Inklusion langfristig gelingen.

Die Entwicklung arbeitsweltbezogener, betrieblicher Teilhabeangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf gestaltet sich für jede Einrichtung anders – abhängig von ihrem Ausgangspunkt, ihrer Geschichte und ihren regionalen Rahmenbedingungen. Im Folgenden werden die Projektpartner vorgestellt und ihr jeweiliger regionaler Stand bei der Entwicklung projektbezogener Teilhabeangebote näher beschrieben.